Das war’s vom carIT-Forum 2017! Eine spannenende und aufschlussreiche Veranstaltung geht zu Ende. Vielen Dank an alle Teilnehmer, Referenten und Sponsoren!

Doch nach dem Event ist vor dem Event: Am 20. September wartet mit dem carIT Kongress in Frankfurt während der IAA die nächste spannende Veranstaltung. Das Motto lautet: „Connected Mobility – autonom und digital in die Zukunft“ .

Wir sehen uns in Frankfurt!

„Blindes Kopieren bringt nichts“ – Helmuth Ritzer (Here)
„Wenn man versucht, mit Amazon zu konkurrieren, sollte man Respekt haben“ – Christian Müller-Bagehl (IAV)

Podiumsdiskussion mit Ralf Bretting, Christian Müller-Bagehl, Helmuth Ritzer, Wolfgang Henseler und Hilmar Dunker.

„Wir sollten die Fähigkeiten der Ingenieure in Sindelfingen, Ingolstadt oder München nicht unterschätzen“ – Christian Müller-Bagehl (IAV) zum Thema autonomes Fahren

17:55 – Podiumsdiskussion

Beim autonomen Fahren solle hingegen die Innovationskraft der Autohersteller nicht unterschätzt werden, so Müller-Bagehl. Insbesondere bei kritischen Funktionen zur Fahrsicherheit verfüge die Branche über nicht zu unterschätzende Kompetenzen. Eine nicht ausgereichte Technologie auf die Straße zu bringen, sei keine Kunst. Das autonome Fahren sicher serienreif zu machen sei hingegen eine Herausforderung. Hinsichtlich der Varianz und Skalierbarkeit der klassischen Automobilproduktion könnte die ITK-Industrie nicht mithalten, so Helmuth Ritzer, eine hinsichtlich der Vielfältigkeit eingeschränkte Produktion von Fahrzeugen sei jedoch auch Playern aus dem Silicon Valley zuzutrauen.

„Eigentlich könnte die Autoindustrie ihre Produkte auch ‚for free‘ herausgeben. Geld verdient man heute mit Daten“ – Wolfgang Henseler

17:47 – Podiumsdiskussion

In der abschließenden Podiumsdiskussion tauschen sich nun Helmuth Ritzer, Wolfgang Henseler und Christian Müller-Bagehl mit Hilmar Dunker und Ralf Bretting über die datenbasierten Geschäftsmodelle der Zukunft aus. Unter anderem thematisieren die Sprecher die Vorherrschaft von Plattformanbietern innerhalb der digitalen Welt. Insbesondere im heutigen Marktumfeld sei es für Führungspersonal immens wichtig, so Ritzer, Innovation und Agilität durch eine entsprechende Unternehmenskultur zu ermöglichen. Diese müssen aus der Basis des Unternehmens stammen und können kein Top-Down-Prozess sein.

„Wir brauchen in Europa dringend eine Veränderung des Mindsets“ – Christian Müller-Bagehl (IAV)

Podiumsdiskussion mit Ralf Bretting, Christian Müller-Bagehl, Helmuth Ritzer, Wolfgang Henseler und Hilmar Dunker.

17:35 – Stimmungsbild

Eine letzte Frage an das Publikum, bevor die Podiumsdiskussion den Forumstag beschließt. „Welche Autonation ist führend bei digitalen Geschäftsmodellen?“ wollen Chefredakteur Hilmar Dunker und stellvertretender Chefredakteur Ralf Bretting vom Publikum wissen. Deutschland, USA, Japan oder China? Eindeutiger Gewinner: Rund die Hälfte des Plenums votiert für Deutschland. USA und China liegen mit jeweils rund 25 Prozent dahinter. Japan wurde vom Publikum tatsächlich überhaupt nicht berücksichtigt.

17:33 – Helmuth Ritzer

Aktuell entwickelt Here neben der eigenen HD Live Map auch einen Traffic Lights Service, der Ampelinformationen ins Fahrzeugdisplay bringt und so den Verkehrsfluss optimiert, oder Network Connectivity Maps, die die Internetabdeckung bestimmter Regionen beinhaltet. Dies sei etwa notwendig, um Daten abzufragen, bevor das eigene Fahrzeug in ein Gebiet einfährt, in dem ein Empfang von Informationen nicht möglich ist.

17:29 – Helmuth Ritzer

Alleinstellungsmerkmal bei digitalen Services von OEMs können unter anderem personalisierte oder proprietäre Dienste darstellen, so Ritzer. Eine weitere Möglichkeit seien hingegen Revenue-Sharing-Modelle auf Basis einer gemeinsamen Plattform, in deren Rahmen die Autohersteller gemeinsam Daten bereitstellen und anteilig am Umsatz beteiligt werden. Drittens führt Ritzer die Option an, erhobene Daten bei branchenfremden Playern zu monetarisieren – Mögliche Partner könnten etwa der Straßenbau oder Versicherer darstellen.

„Erst die Einbeziehung der Lokation macht Daten relevant“ – Helmuth Ritzer (Here)

Helmuth Ritzer, VP Connected Vehicle Services beim Kartenhersteller Here

17:20 – Helmuth Ritzer

Der letzte Sprecher vor der abschließenden Podiumsdiskussion des carIT-Forums 2017 ist Helmuth Ritzer, VP Connected Vehicle Services beim Kartenexperten Here, der sich des Themas Location Based Services annimmt. Nur durch Einbeziehung der Lokalisierung sei überhaupt eine Relevanz von Daten für neue Geschäftsmodelle gegeben, so die These Ritzers. Das Kartenmaterial von Here umfasse rund 700 verschiedene Merkmale, so dass ein Zugriff über APIs kaum skalierbar darzustellen sei. Stattdessen setze der Kartenmacher auf die eigene Open Location Plattform, auf der entsprechende Services entwickelt werden können.

17:13 – Jürgen Hahnrath

Aufgrund der Vielzahl an Daten im Internet of Things müsse bereits im frühen Stadium der Verarbeitung eine Selektion vorgenommen werden, welche Informationen von Relevanz für den weiteren Erkenntnisgewinn sind. Generell erfordere die Auswahl der relevanten Daten jedoch stets ein klares Wissen über die Zusammenhänge innerhalb des betrachteten Sachverhaltes.

„Ein Großteil der generierten Daten führt zu keinerlei verwertbaren Erkenntnissen“ – Jürgen Hahnrath (Cisco)

Jürgen Hahnrath, Head of IoT Solutions Germany bei Cisco

„Bis 2020 wird es weltweit mehr als 12 Milliarden Machine-to-Machine-Verbindungen geben“ – Jürgen Hahnrath (Cisco)